Malerisch liegt die ehemalige Abtei Sayn des Prämonstratenser-Ordens  bei Bendorf-Sayn.  Am 28. Mai 2007 wurde dort die Tertiaren-Gemeinschaft Abtei Sayn gegründet.

Ein Ort, an dem wir uns gelegentlich und gerne in größerer Zahl versammeln oder auch Veranstaltungen anbieten, ist die ehemalige Prämonstratenser-Abtei Rommersdorf im heutigen Neuwieder Stadtteil Heimbach-Weis.

Gemeinsam mit der ehem. Abtei Sayn und dem ehem. Prämonstratenserinnen-Kloster Wülfersberg, die allesamt örtlich nicht allzu weit auseinander gelegen sind, bildet sich ein Netz einer regelrechten früheren „Region des weißen Ordens“. Seelsorge und Wirtschaft in dieser Mittelrhein-Region wurde bis zur zwangsweisen Auflösung der Abteien 1803 vom Prämonstratenserorden geprägt. Heute ist das weitgehend in Vergessenheit geraten. Rommersdorf fristete sein Dasein lange als Landgut, bis in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts eine Bürgerinitiative sich – zunächst mit der Arbeit eigener Hände – des Schutzes der historischen Gebäude annahm. Heute ist die Abtei Ort kultureller Veranstaltungen, Sitz des Neuwieder Stadtarchives und Außenstelle des Landeshauptarchives. In Zusammenarbeit mit der Abtei-Rommersdorf-Stiftung und ihrem Förderkreis sowie der zuständigen Pfarr-Autorität haben wir damit begonnen, mit der Betreuung einer neu eingerichteten kleinen Marienkapelle und mit Veranstaltungen daran zu erinnern, dass dieser Ort über viele Jahrhunderte Gott geweiht war.

Angehörige unserer Gemeinschaft unterstützen auch die Pflege des Kräutergartens im Kreuzgang, der bereits vielfach Muster für weitere Kloster-Kräutergärten wurde und auch schon Buchtitel über Klostergärten ziert (siehe Finken, Kriemhild, Finken, Aloys, Klostergärten. Paradiese der Stille o.J.; oder Deutschlands schönste Klostergärten, Geschichte. Anlage und Gestaltung. Die Pflanzen, 2008) sowie die Führungen durch Klausurbereich und ehem. Abteikirche.

Bilder oben: Prominenter Kräutergarten, von uns gepflegt: Der Garten im Kreuzganggeviert der ehem. Prämonstratenserabtei Rommersdorf ist Titelmotiv zahlreicher Bücher.

Von einem Mitglied unserer Gemeinschaft wird auch die kleine Kapelle am Gedenkort des Landes Rheinland-Pfalz für die Verstorbenen der Feuerwehren und des Technischen Hilfswerkes auf dem Koblenzer Asterstein (Standort des Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule sowie der Geschäftsstelle des Landesfeuerwehrverbandes) mit betreut. Hier können die Angehörigen aller Religionen der Schrift ihrer Verstorbenen Gedenken und einfach verweilen oder im Gebet den Kontakt zu Gott aufnehmen.

Mannheim

Erstmals 766 im Lorscher Codex erwähnt, erwächst Mannheim mehr und mehr zur bedeutenden Handels-, Residenz- und schließlich zur Industrie- und Universitätsstadt mit heute über 300.000 Bewohnern. Sie ist das multikulturelle Zentrum der Rhein-Neckar-Metropolregion und konfessionell sehr weit aufgefächert. Christen, Juden, Muslime und viele Glaubensrichtungen mehr bilden das große Miteinander, das es auch für uns Tertiaren täglich zu leben gilt. Und genau hier fühlen wir uns wohl. Das bunte Stadtbild und das selbstverständlich friedliche Zusammenleben hat auch für uns einen konkreten Platz für Gemeinschaft, Gebet und Actio: die Jesuitenkirche Mannheim. Hier finden nicht nur Kapitel unseres Tertiaren-Ordens statt, sondern hier hat sich eine neue prämonstratensische Zelle entwickelt, die zur Kirchengemeinde gehört und nicht mehr aus ihr weg zu denken ist. Vier Ordensgeschwister leben hier, arbeiten in bürgerlichen Berufen und suchen in regelmäßigen gemeinsamen Gottesdiensten und wiederkehrenden Exerzitien Gott. Es macht uns froh, dass wir hier unsere norbertinische Spiritualität der Prämonstratenser leben und teilen dürfen. 

Interessenten für die Gemeinschaft aus der Umgebung sind immer herzlich willkommen und dürfen uns gerne vor Ort ansprechen. 

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Foto: BL